Pizza-Portale rentabel für kleine Pizza-Lieferdienste?

Pizza-Portale rentabel für kleine Pizza-Lieferdienste?

Pizza-Portale kennt so gut wie jeder. Gemeint sind Pizza.de, Lieferheld, Lieferando und Co. Diese drei sind die Platzhirsche am deutschen Markt. Früher fragte ich mich, warum denn nicht alle Pizza-Lieferdienste der Stadt diesen Service nutzen. Doch nach kurzer Recherche wurde mir klar, warum. Die Portale verlangen einen nicht gerade kleinen Prozentsatz an Provision. In diesem Artikel möchte ich kurz meine Gedanken zusammenfassen.

Provisionen

Laut aktuellen Recherchen wurde der prozentuale Anteil der Provisionen angehoben. Bei Pizza.de wurde die Provision von 10 auf 13 %, angehoben, bei Lieferheld sogar von 9 auf 14 %. Lieferando bleibt bei seinen 10%. Noch einmal in der Übersicht die aktuellen Provisionen:

  • Pizza.de – 13 %
  • Lieferheld – 14 %
  • Lieferando – 10 %

Ein Insider berichtete sogar, dass Joeys nur ein Viertel der eigentlichen Provision zahlt. Hier macht sich die Größe des Unternehmens bemerkbar. Die Informationen sind ohne Gewähr, Quelle hier und hier.

Rechenbeispiel

Jetzt wird einem also klar, warum nicht jede kleine Pizzeria um der Ecke sich mal eben bei Lieferheld und Co. angemeldet hat. Bei mir gibt es einen wirklich guten Lieferdienst (schnell, lecker und günstig), der eben nicht bei einem der Dienste angemeldet ist. Warum? Wohl zu hohe Kosten. Hier mal eine Beispielrechnung:

Pizza Margherita in klein
– 4,00 € (ohne Lieferkosten)
– 14 % von 4,00 € = 0,56 €
– Umsatz: 3,44 € abzüglich Fahrt zum Kunden

Partypizza + Auflauf + 2 Cola-Flaschen
– 24 € (ohne Lieferkosten)
– 14 % von 24,00 € = 3,36 €
– Umsatz: 20,64 € abzüglich Fahrt zum Kunden

Gedanken

Wenn man so wie die Pizzeria (gibt es wirklich) in diesem Fall keinen Mindestbestellwert verlangt und die Pizzen sehr günstig anbietet und dann auch noch keinen Cent Fahrtkosten verlangt, dann würde ich mir das als Inhaber einmal angucken und gleich dankend verneinen. Als Kundenaquise eine Partypizza anzubieten macht dann schon mehr Sinn. Oftmals sind Leute, die eine Partypizza bestellen, nicht mal mehr in der Lage, eine Bestellung ohne zu lallen, aufzugeben *g*.

Wiederum andere bestellen lieber per Internet als per Telefon. Ich selbst gehöre auch dazu. Nicht, dass ich nicht gerne telefoniere, aber per Internet ist es einfach bequemer und man ist nicht angewiesen, eine Karte zu Hause liegen zu haben.

Eine Idee für günstige Lieferdienste wäre, die Pizzen bei Lieferheld und Co. teurer einzustellen, sodass die Provision wieder rausgeholt wird. Ob das kundenfreundlich ist, ist die andere Seite. Ich selbst, wüsste nicht, ob mir das dann noch den Aufpreis Wert ist oder ob ich nicht doch lieber zum Telefonhörer greife.

pizza-bestellen
Logos der drei Dienste

Fazit

Ich habe mit meiner Meinung und meinen Gedanken keinem Restaurantbetreiber oder Pizzeria-Lieferdienst geholfen. Nur ein paar Überlegungen sollten hierbei aus Kundensicht angeregt werden. Für den einen oder anderen sind vielleicht die genannten Provisionen, Kosten und Preise von Pizza.de, Lieferheld und Lieferando interessant.

Ich bin gespannt, wie sich der Markt entwickelt.

2 Kommentare zu „Pizza-Portale rentabel für kleine Pizza-Lieferdienste?

  1. Es gibt wohl eine Lösung.
    Sucht doch im Google “ohne PizzaMakler” oder “online ohne Zwischenhändler” da gibt es viele Heimservice-Läden die ihr eigens OnlineShop haben.
    Oder schaut mal in netord.de nach

  2. Klasse Artikel.
    Hab nach genau den Infos gesucht..was die Provider an Prozente nehmen, denn wir arbeiten an einer Lösung, indem wir unseren Kunden einfach eine eigene App mit Kunden bestell Funktion entwickeln…

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