Lifestream auf Webseite wirklich sinnvoll?

Als ich das erste Mal auf admartinator’s Blog gegangen bin, nachdem er den ersten wirklichen Relaunch vollzogen hat, dachte ich mir: “Was ist das?” Es sah zwar richtig gut aus (und sieht es immernoch), aber ich kannte einen Blog so zuvor noch nicht. Es nennt sich Lifestream.

Was ist ein Lifestream?

Ein Lifestream, nicht zu verwechseln mit einem livestream, ist frei übersetzt eine “Strömung des Lebens”. Hört sich schnulzig an, ist es aber gar nicht. Denn wo leben wir? In der Zeit des Web 2.0, da darf man das. ;) Ein Beispiel eines Lifestreams im Web kann man hier bei meinem Friendfeed und bei meinem Lifestream.fm sehen. Es werden Aktivitäten einer Person im Netz dargestellt, sodass andere Menschen sehen, was er gerade macht – wobei letzteres eher nicht der Fall ist, genauso wie mit Twitter. Es dient mehr zur Socialisierung des Webs. ;)

Welchen Lifestream ich aber meine, ist nich solch ein Friendfeed oder sonstiges, sondern ein Lifestream, den man auf seiner eigenen Webseite einbinden kann, wie es bei admartinator der Fall ist. Ich werde auch bald einen auf meiner privaten Homepage einbinden.

Wie funktioniert das?

Mit einer extra Software. Ich kenne da ehrlich gesagt nur Sweetcron, welches “ad” auch einsetzt. Es ist relativ gut anpassbar, wenn man erstmal die Funktion begriffen hat. So installiert man also die Software, kann dabei auswählen ob ein echter Cronjob ausgeführt werden soll (auf Verfügbarkeit beim Webspace achten!) oder ob ein simpler PHP-Befehl reicht. Ich habe mich aber dennoch für die PHP-Variante entschieden, auch wenn ich einen Cronjob nehmen könnte. Anschließend kann man im Backend seine Feeds eintragen und das Thema anpassen, bzw. sich ein vorhandenes Fertig-Template aus dem Netz downloaden. Dann kann man die Feeds entweder per Knopfdruck neu aufrufen, oder man lässt es die Software machen. Das geschieht in gewissen Zeitabständen.

Ist ein Lifestream wirklich sinnvoll?

Kommt drauf an, was man darin anbietet. Wenn man zum Beispiel eine Musik-Seite betreibt, ist ein Last.fm-Account dort ein must-have. Jedoch sollte dies nicht das einzige sein und wenn man ein Vielhörer ist, auch nicht jedes Lied übertragen werden – aus dem einfachen Grunde, dass viele Leser den Sweetcron-Feed abbonnieren und somit immer eine neue Nachricht bekommen, wenn Ihr ein anderes Lied hört. Dann würde ich den Feed zum Beispiel ganz schnell wieder rausschmeißen. Social Bookmarking-Dienste sollten auch in den Lifestream, da man diese als Linktipps betrachten kann und evtl. auch als Optimierung für SEOs ;) Und natürlich der eigene Blog oder die eigenen Blogs. Flickr und Youtube können auch ganz OK sein, jedoch würde ich hier nicht meinen Privat-Acconut nehmen, das geht dann etwas zu weit ins Persönliche. Falls man bei Twitter aktiv ist, darf das natürlich auch nicht fehlen, wenn man nicht zu viel spamt ;)

Also die Must-Haves in einem Lifestream:

  • eigene Feed-URL vom Blog
  • Social Bookmarking Dienste (Mister Wong, Digg, Delicious, Yigg etc.)
  • Flickr
  • Youtube
  • Twitter

Jeder muss also allein entscheiden, ob es Sinn macht, einen Stream für seine Leser anzubieten.

In diesem Sinne, einen schönen Tag.

2 Kommentare zu „Lifestream auf Webseite wirklich sinnvoll?

  1. Schön erklärt.

    Noch eine Bemerkung zu den Cronjobs. Pseudo Cron hat den Nachteil, dass es den Aufruf der Seite verlangsamt, besonders, wenn lange niemand auf der Seite war, da erst dann der Cron angestoßen wird. Besser einen Gratis-Cronjob-Anbieter nehmen, wenn man keine eigenen Cronjobs nutzen kann (z.B. cronjob.de).

  2. Erstmal entschuldigung für die späte Rückmeldung.
    Mit Cronjobs habe ich noch nie gearbeitet, glaube das habe ich auch im Beitrag geschrieben.
    Aber gut, dass Du das schreibst, hab mich schon gewundert, warum es das überhaupt mit Cronjob gibt. Ist aber eigentlich ganz logisch und nützlich.

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