“Ach Du kennst Dich doch mit Computern aus, oder?” – so hören es Computerinteressierte öfter und müssen dann mal eben um die Ecke zu der Person, die ein Computer-Problem hat. Doch wer clever ist, kennt Teamviewer und co. Damit kann man sich auf fremde Computer raufschalten und Support aus der Ferne geben. Viele werden es schon kennen, aber ich möchte trotzdem mal darüber sprechen, da ich die Materie ziemlich interessant finde. Bei diesem Artikel möchte ich aber nur auf Teamviewer eingehen. Um einen weiteren Vergleich werde ich mich dann später mal kümmern.
Funktionsweise
Doch wie funktioniert das überhaupt mit dem “raufschalten”? Beide Computer brauchen die “Teamviewer”-Software. Aktuell gibt es sie in Version 5. Der Computer, auf den zugegriffen werden soll (ich nenne ihn mal Server), sieht beim Start der Teamviewer-Software eine 9-stellige ID und ein zugehöriges Passwort. Beides muss der Anwender seinem Helfer mitteilen, damit er (Client) auf den Rechner zugreifen kann. Das Passwort dient der Sicherheit – so kann also nicht einfach jeder eine willkürliche ID eingeben und gucken, welcher Rechner sich dahinter versteckt. Der Helfer (Client) öffnet nun sein Teamviewer und gibt die ID des Servers ein und das Passwort dazu.
Nach einer minimalen Wartezeit sieht der Client den Bildschirminhalt des Servers. Dieser ist aber in einer nicht all zu guten Qualität dargestellt, um Datenvolumen zu sparen und somit Geschwindigkeit. Das Hintergrundbild ist standardmäßig auch deaktiviert.
Einsatzgebiete
Solche Fernwartungs-Software kann viele Einsatzgebiete haben. Angefangen bei einem Freizeit-Computer-Interessierten, der seiner Großmutter helfen möchte, über Angestellte, die sich bei einem Hardware-Ausfall evtl. von zu Hause aus helfen könne, bis hin zu professionellen Unternehmen, die sich auf diese Form der Wartung und Instandsetzung spezialisiert hat. Außerdem kann man sich auf Servern raufschalten, um wichtige Konfigurationen vornehmen zu können. Dazu ist der Server am besten mit einer festen ID und mit einem vorher festgelegten Passwort versehen.
Systeme
Zur Zeit gibt es die TeamViewer-Software für das iPhone, den iPod Touch und (neu) das iPad (TeamViewer HD) als Steuerung. Außerdem gibt es das Programm für Windows, Mac und Linux als Software zum steuern von Rechnern und zum angesteuert werden von anderen Geräten.
Preise
Für Privatnutzer ist die Software kostenlos, wenn sie allerdings kommerziell genutzt werden soll oder Ihr einfach eine kleine Spende hinterlassen wollen, dann ist die Software nicht mehr kostenlos. Eine detallierte Übersicht zu den Preisen bei kommerzieller Nutzung findet Ihr hier: TeamViewer Lizenzen. Die Preise beginnen bei 499 Euro.
Für das iPhone ist die App bei privater Nutzung ebenfalls kostenlos, bei kommerzieller Nutzung fällt eine Gebühr von 79,99 Euro an. Für das iPad sind es 99,99 Euro.
Artikel verfasst am 14. 07 2010 um 11:06 von Denis L.



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