Webhosting – Worauf kommt es an?

Mittlerweile gibt es sehr, sehr viele Webhosting-Anbieter. Manche sind kostenlos, manche kosten fast nichts, manche wenig und manche viel. Worauf es ankommt und wovon man die Finger lassen sollte, zeige ich Euch in diesem Artikel.

Kostenlos vs. Kostenpflichtig

Grundsätzlich könnte man sagen, dass kostenlose Anbieter tabu sind. Wenn man natürlich gar keine Ahnung von Internetseiten hat, sich also erst einmal ein Bild machen möchte, wie es überhaupt ist, so eine Webseite zu haben, dann habe auch ich nichts dagegen. Nur sollte man die Öffentlichkeit damit verschonen, denn die kostenlosen Anbieter haben oft viel Werbung versteckt.

Wenn das Projekt professionell werden soll, oder die eigene Person dargestellt werden soll, empfiehlt es sich also schon, im Monat ein paar Cents oder Euros dafür zu investieren. Ja, ich schrieb gerade Cents. Webhosting ist wirklich sehr günstig geworden. Zumindest für reine Infoseiten, deren Anforderungen an die Server nicht so hoch sind.

Worauf muss ich achten?

Wie gesagt, es gibt günstige und hochpreisige Anbieter. Nicht immer sind die hochpreisigen Anbieter auch automatisch gut. Man sollte sich vorher einen Vergleich einholen: Leistung, zusammen mit Preise und Service vergleichen. Auch andere Kundenmeinungen einholen. Dazu gibt es im Netz Webhosting-Vergleiche.

Wer jetzt sagt: “Service? Ich mache alles allein”, dem kann ich den Mut nehmen. Auch ich mache in erster Linie alles allein, bzw. möchte es gern so machen. Doch früher oder später kommt dann eine Frage, die man sich nicht allein beantworten kann. Meinetwegen, wenn an der PHP-Konfiguration etwas nicht stimmt, bzw. man es gern anders haben möchte, damit ein spezielles Programm auf dem Server läuft. Das bekommt man nur als Inhaber des Servers geändert (in den meisten Fällen). Und beim Webhosting mietet man sich einen Teil des Servers. Der Inhaber ist der Hosting-Anbieter, nicht wir. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Empfohlene Merkmale

Damit man lange Freude mit dem Webhosting-Paket hat, sollte man bereits am Anfang einige Dinge beachten, die das ausgewählte Paket besitzt. Natürlich kann man auch mit einem geringeren Paket einsteigen, danach dann einen Wechsel vornehmen. Doch manchmal ist damit auch ein Serverwechsel notwendig, was Zeit und Nerven kostet.

  • PHP5 – Viele Hoster haben mehrere PHP-Versionen installiert, die sich per .htaccess verändern lassen. Eine aktuelle PHP5-Version sollte installiert sein.
  • MySQL – Dies ist eine Datenbank, auf die die meisten Systeme basieren. Für 5 Euro im Monat sind aktuell im Schnitt 3-5 Datenbanken inklusive.
  • Speicherplatz – Der Speicherplatz sollte auch nicht zu niedrig angesetzt werden. Denn z.B. bei einem Blog kommen mit der Zeit immer mehr Daten zusammen. Diesen sollte man bei ca. 10 GB für einen Blog ansetzen.
  • Traffic – Als Traffic (Verkehr) bezeichnet man das übertragene Datenvolumen vom Server und zurück. Also das, was Ihr auf den Server ladet und was sich Eure Webseiten-Besucher runterladen. Mittlerweile gibt es bei fast allen Anbietern eine Traffic-Flat. Diese sollte man auf jeden Fall haben, denn ansonsten kann es schnell teuer werden, wenn die Besucher auf einmal in Strömen auf Eure Webseite kommen und Traffic verursachen.
  • Domain – eine Top-Level-Domain (TLD -> z.B. payamo.de) ist in vielen Tarifen bereits inklusive. Falls nicht, bekommt man diese schon für knapp 20 Cent im Monat separat. Besser ist es natürlich, wenn bereits eine auf Euren Server konfiguriert ist.
  • Subdomains – z.B. subdomain.payamo.de – Wenn Ihr etwas kleineres vor habt oder etwas testen wollte, empfiehlt sich eine, bzw. mehrere Subdomains.
  • E-Mail-Postfächer: damit Ihr auch z.B. eine Mail-Adresse á la info@_____.de anlegen könnt, benötigt Ihr mindestens ein Postfach
  • htaccess – Dies sollte auch auf dem Server inklusive sein, ansonsten lassen sich keine schönen URL’s darstellen. Dann sind die URL’s lang und mit ganz vielen Zahlen versehen.
  • Datensicherung – Damit im Falle eines Serverausfalls oder eines Brandes im Rechenzentrum Eure Daten nicht verloren gehen, ist es wichtig, dass der Hoster Eure Daten sichert  (oder natürlich ihr).
  • Bereitstellungsgebühr – Viele Anbieter verlangen auch eine Bereitstellungsgebühr. Achtet darauf.
  • Vertragslaufzeit – Bei manchen Anbietern kann man die Laufzeit selbst bestimmen und damit bei jährlicher Zahlung auch einen Rabatt bekommen. Besser ist eine Laufzeit von z.B. 1 Monat

Preise

Zu den Preisen möchte ich an dieser Stelle nichts sagen. Jeder sollte allein entscheiden, was ihm sein Projekt Wert ist. Webhosting ist sehr günstig geworden. Aber verlasst Euch nicht auf das günstigste, bzw. das teuerste Angebot. Ein Webhosting Vergleich bei Netzsieger.de ist sehr hilfreich.

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Foto: http://www.freeimages.com/photo/649839

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Veröffentlicht unter Hosting, Internet
3 Kommentare auf “Webhosting – Worauf kommt es an?
  1. Meicel sagt:

    Ich hätte noch eine Ergänzung zu dem Thema “Kostenloser Webhoster”: bplaced.net bietet kostenfreien Webspace an, mit dem man sogar auch WordPress als CMS über Filezilla hochladen kann. Dort wäre es unter der Subdomain dann erreichbar. Der eigentliche Vorteil ist aber, dass dort test- und/oder Webprojekte in der Entwicklung getestet werden können. Auch um erste Erfahrungen mit dem Thema Webhosting zu erhalten, war der Anbieter für mich eine große Hilfe.

  2. Robert sagt:

    Schöner, informativer Artikel! Der Punkt “kostenloser Support” fehlt mir noch bei den “Empfohlenen Merkmalen”. Webhoster die Ihren Support nur über kostenpflichtige Nummern anbieten sollten Heute quasi ausgeschlossen werden. Zum Glück gibts das aber auch nur noch selten :)

  3. Thomas sagt:

    Insgesamt ist es schwierig, Webhoster nur nach dem monatlichen Preis und den technischen Merkmalen zu beurteilen. Ich habe festgestellt, dass die wahre Qualität eines Hosters erst sehr viel später sichtbar wird. Und zwar dann, wenn es ein Problem gibt und man den Service kontaktiert. Wir haben bei unserem Vergleich sämtliche Webhoster mit eigenen Projekten getestet und dabei auch unsere Service-Erfahrungen in das Testurteil mit einfließen lassen.

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