Man mag es kaum glauben, wie schnell sich doch etwas entwickelt. Da vertreiben große Telekommunikationsunternehmen stolz ihr mobiles Internet mit bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde und nun kommt schonwieder etwas neues auf uns zu. HSDPA mit Geschwindigkeiten bis zur vergleichbaren DSL Geschwindigkeit DSL 42.000, wie es umgangssprachlich bezeichnet wird. Alles nur Theorie oder steckt wirklich etwas dahinter?
Fakt ist, dass noch nichts konkretes gesagt werden kann, da die Funktion zwar schon im “down under” in Australien zu Testzwecken von einem australischen Mobilfunkanbieter mit 21 Mbit/s genutzt wird, aber von Ericsson selbst erst kommende Woche auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt wird.
Multi-Carrier
Stammen tut die neue “Multi-Carrier-Technologie” von Ericsson. Normale HSDPA-tüchtige Geräte (Handys o. a.) empfangen ihre Daten über einen 5 MHz-Kanal. Die Multi-Carrier-Technologie macht es möglich, über mehrere 5 MHz-Kanäle gleichzeitig Daten zu empfangen. Das macht also die rasante Geschwindigkeit aus. Ericsson selbst betont extra nochmal, dass die tatsächliche Geschwindigkeit beim Endnutzer nicht so hoch sein werde, da man von anderen Faktoren wie zum Beispiel Verkehrsdichte und Abstand zur Funkzelle abhängig ist.
Funktion
So wie ich es aus mehreren Meldungen herausgelesen habe, funktioniert es ähnlich wie mit dem heimischen WLAN-Router zu Hause. Dieser Multi-Carrier-Router empfängt dann die Daten aus dem neuen HSDPA-Netz mit maximal 42 Mbit/s und stellt diese angemeldeten Nutzern zur Verfügung. Die mobilen Endgeräte loggen sich dann auf dem Router ein und sind somit mit dem Internet verbunden. Die maximale Geschwindigkeit teilen sich dann alle Benutzer. Wie weit die Funkreichweite ist, wurde nicht gesagt.
Und was ist mit dem Festnetz?
Das wird so langsam aber sicher überflüssig. Zur Zeit hat man hier zwar die höheren Übertragungsraten, jedoch schreitet das Mobilfunknetz immer weiter an die Geschwindigkeit vom Festnetz heran. Und da man mit dem Festnetz an einem bestimmten Ort gebunden ist, wird es uns irgendwann mal als “unpraktisch” erscheinen. Mit dem mobilfunknetz ist man nicht, oder nur beschränkt platzgebunden. Und wer jetzt denkt, dass es dann keine Festnetznummern mehr geben wird, hat sich auch getöuscht – diese werden auch schon im Mobilfunknetz vergeben: Stichwort @home-Bereich. Schade eigentlich ums Geld für den flächendeckenden Glasfaserausbau.
Quelle Headerbild: David Liuzzu
Artikel verfasst am 13. 02 2009 um 7:54 von Denis L.



Kommentare (2)
14. Februar 2009 um 13:54 Uhr - Permalink
Ich bin froh wenn ich bei meinen Schwiegereltern mit meinem Fonic ISDN Geschwindigkeit erreiche. Da reden andere schon wieder von noch schnellerem Internet …*träum*
14. Februar 2009 um 15:17 Uhr - Permalink
Man muss alles positiv sehen: ISDN-Geschwindigkeit nannte man damals noch Highspeed ;)
Was will man mehr? ;) :-P